Närrische Halle – toll waren alle!

_DSC2529Der Weihnachtsbaum ist kaum abgeschmückt, schon ist Fasnachtszeit in Tairnbach. Am letzten Wochenende fanden wieder zwei tolle Prunksitzungen in der Sporthalle der SG statt.

Pünktlich um 19:33 und 11 Minuten konnte Vorstand Reinhold Sauer im Piratenoutfit die zahlreich erschienenen Narren begrüßen und gleich an den durch das Programm führende Conférencier übergeben. Freitag durfte Norbert Wallusch den Unterhalter spielen, Samstag unterhielt Diana Brinkmann das Publikum zwischen den einzelnen Beiträgen. Als ersten Programmpunkt durften sie die neu formierte Tanzgarde ankündigen. Die Stimmung war bereits toll, als die Tanzgarde in ihren neuen Kostümen einmarschierte. Jung und akrobatisch löste sie mit ihrem dynamischen Tanz zur Melodie von Fluch der Karibik Begeisterungsstürme aus. Diese rissen auch unsere Conférenciers mit, die eine erste Rakete steigen ließen. Viele weitere sollten folgen.

Stefan Breitner ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Prunksitzungen in Tairnbach. Dieses Mal stellte er sich als Bürgermeisterkandidat Guht aus der Pfalz dem Publikum vor – „Einheimische würdet ihr ja nicht wählen“. Die Lacher waren ihm sicher, als er seinen Slogan „Ich bin so gut – G-U-H-T“ skandierte. Wie die Sitzung einer Selbsthilfegruppe ausgehen kann, in der Personen mit verschiedenen Phobien zusammenfinden, zeigte die Theatergruppe „Dunkelbunt“: Allein die Angst vor Entschuldigungen zusammen mit der Angst vor Schreien würde reichen, eine Gesellschaft zu sprengen. Aber wenn noch mehr hinzukommt? Das Publikum konnte nur staunen! Das musste es auch beim Funkenmariechen (Angelina Michalek), das eine atemberaubende Vorstellung gab! Stehende Ovationen und Raketen – Dambach Hajo!

Früher war alles besser, da waren sogar die Telefone noch grün! Das jedenfalls behauptete Apollonia (Diana Brinkmann), die nach einer Auszeit wieder auf der Bühne stand und in ihrer unnachahmlichen Art das Publikum mitriss. Dass sie das Passwort „Busen Fünfundneunzig E bis H“ eingeben muss, hat lautes Lachen zur Folge. Zum Lachen bringen wollten uns auch die Magic Biker, aber auch zum Nachdenken. Mit ihren selbstgedichteten Texten auf bekannte Melodien zogen sie das Publikum in ihren Bann. In ihrem ersten Lied über das Ortsgeschehen verbanden sie Schlüsselthemen wie Volksbank und die Krippengruppe, erwähnten sie aber auch den noch nicht vorhandenen Rasenplatz. Als Retter der Fußballverbände stellen sie sich Ronny Zimmermann vor.

Gleich nach der Pause, in der sich die Zuschauer von den vielen Raketen und „Dambach Hajo“ erholen konnten, heizte Rolf Bender den anwesenden Narren kräftig ein. Er verstand es wieder hervorragend, die Stimmung im Saal auf den Siedepunkt zu bringen. Zu YMCA hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl. Und natürlich gilt: „Dambach ist grad so gut, grad so gut wie Hollywood“, eine der Zugaben, die wieder von Rolf gefordert wurden.

Lacher erntete auch Christian Kubin, der die Tagesthemen moderierte und damit das Publikum zum Lachen brachte: Erst eröffnen wir ein Dorflädl, damit wir nicht nach Mühlhausen zum Einkaufen fahren müssen, jetzt müssen wir nach Mühlhausen fahren zum Geld holen, damit wir in Tairnbach einkaufen können. Die aktiven Fußballer zeigten dem Publikum, wie sie die dritte Halbzeit gestalten, bevor die Gruppe Tanzgewitter als Backstreet Boys eine tolle Vorführung boten. Der Heinz alias Ralf Breitner läutete das Finale des Abends ein. In seiner unnachahmlichen Art verlangte er dem Publikum alles ab. Der Bauchmuskelkater war kaum zu vermeiden. Schließlich war das Männerballett als Bienchen und Blümchen der finale Höhepunkt des Abends. Die Zuschauer johlten und klatschten und hätten sicher noch weitergemacht. Ein toller Abend ging mit der finalen Polonaise zu Ende. Wegen des angekündigten Glatteises leerte sich die Halle Freitag bald deutlich, aber viele blieben und tanzten bis in die Morgenstunden oder vergnügten sich lange an der Bar.

Ein Wermutstropfen am Freitag war das unnötige Anzünden des Papierkorbes in der Herrentoilette. So etwas wollen wir nicht sehen!

An dieser Stelle sei allen Helferinnen und Helfern gedankt, die für eine solche Veranstaltung unentbehrlich sind. Als Organisatoren haben Alexandra und Armin Rolli und Annette und Andreas Weisbrod wieder hervorragende Arbeit geleistet. Norbert Wallusch und Diana Brinkmann haben jeder auf seine Art unnachahmlich durch das Programm geführt. Alle Mitwirkenden hatten neben dem Lampenfieber viel Spaß bei den Prunksitzungen der SG und freuen sich auf nächstes Jahr.

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